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Vorwehen (Übungswehen)



Schon in der ersten Hälfte der Schwangerschaft kann es zu Vorwehen kommen: die Gebärmutter zieht sich zusammen. Die Vorwehen werden auch Übungswehen‚ „wilde“ Wehen oder Braxton-Hicks-Kontraktionen genannt.

Ursachen für Vorwehen

Nach der zwölften Schwangerschaftswoche beginnt der Fötus, schneller zu wachsen als die Gebärmutter. Ab etwa diesem Zeitpunkt kann das Wachstum der Gebärmutter für die Schwangere in Form von Muskelkontraktionen spürbar werden – dies kommt jedoch nicht bei jeder Schwangeren vor. Im weiteren Schwangerschaftsverlauf stellen die Kontraktionen für die Gebärmutter ein gutes Training für die Geburtswehen dar. Besonders gegen Ende der Schwangerschaft können sie bis zu zehn Mal am Tag auftreten und dann auch in die Phase der Senkwehen übergehen.

Symptome bei Vorwehen

Viele Frauen spüren die Vorwehen nicht. Andere erleben sie sogar als ein bisschen schmerzhaft, oder erschrecken, weil sie sie für vorzeitige Wehen halten. Der Unterschied ist: Vorwehen dauern nur ein paar Sekunden lang, treten unregelmäßig auf und werden auch nicht stärker. Im Laufe der Schwangerschaft können sie zwar intensiver werden, sie bleiben aber weiterhin unregelmäßig und unvorhersehbar. Typischerweise ebben Vorwehen nach einer Weile wieder ab. Am Muttermund sind, im Gegensatz zu den Geburtswehen, keine Veränderungen festzustellen.

Mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Arzt sollten Sie Kontakt aufnehmen, wenn die Vorwehen rhythmisch auftreten, an Intensität zunehmen oder wenn Sie blutigen oder wässrigen vaginalen Ausfluss haben. Wenn der errechnete Geburtstermin nicht unmittelbar bevorsteht, könnten die Wehen vorzeitig eingetreten sein. Haben Sie den errechneten Geburtstermin in etwa erreicht, dann steht wahrscheinlich die Geburt bevor.
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