Dieser Inhalt benötigt den Adobe Flash Player. Diesen können Sie unter http://www.adobe.com/go/getflashplayer kostenlos herunterladen.

Reizdarmsyndrom (RDS)



Reizdarm – oder genauer das Reizdarmsyndrom (RDS, Irritable Bowel Syndrome) – ist die häufigste funktionelle Magen-Darm-Erkrankung. Funktionell bedeutet, dass keine organischen Erkrankungen vorliegen. Fast jeder siebte Deutsche ist vom RDS betroffen. Experten schätzen, dass die Dunkelziffer viel höher liegt.

SOS auf Bauch © Thinkstock/vitapublic GmbH
Betroffen sind von dieser Magen-Darm-Erkrankung vor allem Erwachsene jungen und mittleren Alters, wobei Frauen ungefähr doppelt so oft erkranken wie Männer. RDS-Patienten leiden oft jahrelang unter erheblichen Beschwerden wie Durchfall, Verstopfung oder Blähungen.

RDS ist keine organische Erkrankung

Das Krankheitsbild ist schon seit über 100 Jahren bekannt. Doch bis heute ist nicht sicher, wie das Reizdarmsyndrom entsteht. Es wird vermutet, dass Reizdarm-Patienten eine veränderte Wahrnehmung im Bereich des Darms haben, ausgelöst durch psychische Belastung wie Angst oder Stress. Schon normale Verdauungsabläufe können schmerzhaft wahrgenommen werden. Vermutlich ist der Botenstoff Serotonin dafür verantwortlich. Sicher ist, dass das Reizdarmsyndrom keine "organische" Erkrankung ist, also das die Ursachen der Schmerzen nicht im Darm selbst liegt. Es handelt sich beim RDS um eine rein "funktionelle" Erkrankung, das heißt, die Funktion des Darmes ist gestört.

Reizdarmsyndrom: mehr als eine bloße Befindlichkeitsstörung

Bei den meisten Betroffenen beeinflusst das Reizdarmsyndrom die Lebensqualität erheblich und langanhaltend. Dadurch unterscheidet sich das Reizdarmsyndrom auch von einer bloßen, den Darm betreffenden Befindlichkeitsstörung, die sich durch leichte, nur gelegentlich auftretende Beschwerden auszeichnet.

Symptome und Behandlung des Reizdarms

Symptome des Reizdarmsyndroms sind zum Beispiel Schmerzen im Bauchbereich, Verstopfung oder Durchfall (auch im Wechsel) sowie langandauernde Magen-Darm-Beschwerden und Blähungen. Je nach Vorkommen der Beschwerden können drei Reizdarmsubgruppen unterschieden werden, die jeweils etwa ein Drittel der Fälle ausmachen: Diarrhö-dominant (überwiegend Durchfall), Obstipations-dominant (überwiegend Verstopfung) und gemischt beziehungsweise alternierend (Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung). Auch Sodbrennen, Rückenschmerzen und Schlafstörungen können unter anderem Symptome des Reizdarmsyndroms sein.

Zur Behandlung eines Reizdarms eignen sowohl verschiedene chemische Medikamente, als auch pflanzlichen Mittel.
Autoren und Quellen
Weiterführende Themen