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Neurodermitis (atopisches Ekzem) – Chronischer Juckreiz



Unterarm mit Neurodermitis
© CreativeCommens/Bernd Untiedt
Neurodermitis (auch atopisches Ekzem, atopische Dermatitis oder endogenes Ekzem genannt) ist eine chronisch entzündliche Hautkrankheit, die mit trockener Haut und stark juckenden Ekzemen einhergeht. Ekzeme sind nicht ansteckende, entzündlich gerötete Hautstellen, die schuppen aber auch nässen können. Neurodermitis verläuft häufig in Schüben.

Aus epidemiologischen Studien geht hervor, dass in Europa zirka 10 bis 15 Prozent der Kinder und ungefähr 2,5 Prozent der Erwachsenen zumindest zeitweilig unter Neurodermitis leiden. Daraus folgt zwar, dass Kinder mit Neurodermitis gute Chancen haben, dass sich die Krankheit im Erwachsenenalter zurückzieht oder sogar ausheilt: Bei etwa 75 Prozent der erkrankten Kinder verschwindet die Krankheit in der Pubertät. Bei den restlichen 25 Prozent kann sie lebenslang bestehen bleiben – Ersterkrankungen sind jedoch auch bei Erwachsenen möglich. In den letzten fünf Jahrzehnten hat die Zahl der Neurodermitis-Patienten allerdings dramatisch zugenommen: auf das Vier bis Sechsfache. Der Grund liegt vermutlich in veränderten Lebensbedingungen.

Unterschiedliche Ausprägungen

Je nach Alter unterscheiden sich die Stellen, an denen die Ekzeme in den meisten Fällen auftreten. Außerdem gibt es individuell sehr unterschiedliche Erscheinungsbilder der Krankheit. Die meisten Patienten leiden unter einer eher leichten Form mit trockener Haut und nur kleinen Ekzemen, es gibt aber auch schwere Verläufe bis hin zum Befall der gesamten Körperoberfläche.

Für Betroffene und ihre Familien ist die Krankheit oft sehr belastend. Der in vielen Fällen fast unerträgliche Juckreiz und die sichtbar veränderte Haut können die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Bei den Betroffenen kann es zu verminderten Schul- oder Arbeitsleistungen und zu Schwierigkeiten im sozialen Umfeld kommen. Der psychische Leidensdruck kann bis zu Depressionen führen.
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