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Meniskusschaden (Meniskusläsion)



Der innere und der äußere Meniskus befinden sich in unserem Kniegelenk. Dabei handelt es sich um kleine scheibenförmige Knorpel zwischen Oberschenkelknochen und Schienbein, die dafür sorgen, dass Bewegungen möglichst reibungslos ablaufen.

Joggerin mit Knieverletzung © Thinkstock
Zudem sind sie dafür zuständig, die Gewichtsbelastung des Gelenks zu dämpfen. Besonders bei Kontaktsportarten wie Handball, Fußball oder Basketball können durch Zusammenstöße mit dem Gegner, Umknicken, Fouls oder falsche Bewegungen Mikroverletzungen entstehen, die der Spieler häufig gar nicht wahrnimmt. In der Summe können diese minimalen Verletzungen auf Dauer jedoch erhebliche Probleme verursachen – es kann zu einem Meniskusschaden (Meniskusläsion) kommen.

Größeres Risiko für Meniskusschaden für ältere Menschen

Je älter man ist, desto größer ist das Risiko für einen überlastungsbedingten Meniskusschaden, da sich bereits ab dem dritten Lebensjahrzehnt Veränderungen des Meniskusgewebes (zum Beispiel feine Spalten) feststellen lassen. Im Alter lässt die Elastizität der Menisken nach, sie werden spröde und anfälliger für Verletzungen. Bereits Bagatellbewegungen wie Stolpern, Wegknicken oder Verdrehen des Kniegelenks können dann zu Einrissen oder Abrissen des Meniskus führen. Fast immer wird dabei der innere Meniskus verletzt.

Wenn man in einer Drehbewegung abrupt abbremst – zum Beispiel wenn man das Bein beim Fußball oder Skifahren bei einem Sturz verdreht – kann es auch zu akuten Verletzungen des Meniskus kommen.

Symptome eines Meniskusschadens

Bei einem Meniskusschaden treten als Symptome stechende Schmerzen im Knie auf, die besonders bei Belastung spürbar sind. Häufig fühlt sich das Knie auch instabil an. Geraten abgerissene Meniskusteile zwischen die Gelenkflächen, kann dadurch die Bewegung eingeschränkt werden – manchmal kommt es sogar zu einem Blockierungsgefühl.

Da der Meniskus dann nicht mehr als Stoßdämpfer wirken kann, führt das zu einer stärkeren Belastung des Gelenkknorpels. Bei Knorpelschäden entsteht eine Gelenkentzündung, was einen schmerzhaften Gelenkerguss mit Überwärmung und Schwellung des Knies zur Folge hat.

Behandlung von Meniskusschäden

Wenn der Meniskus kleine Längsrisse erlitten hat, die keine Schmerzen verursachen, muss nicht operiert werden. Zur Entlastung, die etwa drei bis vier Wochen dauern sollte, erhält der Patient Gehstützen. Gegen Entzündungen und Schmerzen helfen kortisonfreie Entzündungshemmer, die direkt ins Kniegelenk gespritzt werden können. Zur Kräftigung der Oberschenkelmuskulatur können krankengymnastische Übungen durchgeführt und so weiteren Meniskusschäden vorgebeugt werden.

Bei größerem Riss muss operiert werden

Handelt es sich jedoch um einen größeren Riss, ist eine Operation notwendig – in den meisten Fällen wird eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) gemacht. In der Operation wird der Riss genäht oder mit speziellen Stiften fixiert, die sich nach einiger Zeit auflösen. Bei einer sogenannten Meniskusnaht (Meniskusrefixation) soll durch Rekonstruktion nach Möglichkeit das gesamte Meniskusgewebe erhalten bleiben. Eine Meniskusnaht ist jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Entscheidend sind zum Beispiel Form und Lage des Risses.

Ein weiteres Operationsverfahren ist die Meniskusteilentfernung, bei der alle zerstörten und nicht mehr fixierbaren Meniskusteile entfernt werden. Der Arzt kann unter Umständen auch ein Teilimplantat aus Kollagen in das Knie einsetzen.

Nach der Operation ist für einige Zeit eine Entlastung des Beins durch Gehstützen erforderlich. Nach beiden Operationsmethoden ist für den Muskelaufbau und die Stärkung des Muskels Krankengymnastik notwendig. Nach einer Meniskusteilentfernung muss der Patient etwa vier Wochen auf Sport verzichten, nach einer Meniskusnaht ungefähr sechs Monate.
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