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Der Lungenentzündung vorbeugen: Impfung kann schützen



Durch eine Impfung wird Immunität, das heißt Schutz vor einer bestimmten Infektionskrankheit, gezielt aufgebaut. Um einer Lungenentzündung (Pneumonie) vorzubeugen, gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten: die Pneumokokken- und die Grippeimpfung.

Zwar schützt eine Impfung nicht immer vor dem Ausbruch der Erkrankung, mildert jedoch oft entscheidend ihren Verlauf. Insbesondere bei alten Menschen wird so die Sterblichkeit erheblich gesenkt.

Pneumokokken sind weltweit die häufigsten Erreger, die eine ambulant erworbene Pneumonie auslösen. Patienten, die dauerhaft abwehrschwächende Medikamente (zum Beispiel Kortison) einnehmen müssen oder deren Abwehr aus anderen Gründen ständig geschwächt ist, sind sehr anfällig für eine Lungenentzündung durch Pneumokokkeninfektion.

Die Lungenentzündung ist eine gefährliche Grippe-Komplikation

Die echte Grippe ist in allen Altersgruppen die gefährlichste durch Viren bedingte Atemwegserkrankung. Alte Menschen gehören zu den Hochrisikopatienten, die besonders durch Grippe-Komplikationen bedroht werden.

Beide Impfungen sind gut verträgliche Einmal-Impfungen in den Muskel oder unter die Haut und problemlos zu kombinieren. Für einen dauerhaften Schutz sollte die Grippeimpfung jährlich, die Pneumokokken-Impfung alle sechs Jahre wiederholt werden.

Für eine routinemäßige Grippe- und Pneumokokken-Schutzimpfung spricht die ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch Institut folgende Empfehlung aus:

  • alle über 60-Jährigen
  • bei Menschen, die in einem Seniorenheim oder einer ähnlichen Institution leben
Medizinisches Personal und Personal mit Publikumsverkehr sollten sich ebenfalls gegen Grippe impfen lassen. Zusätzlich wird für Patienten nach einer Milzentfernung die Impfung gegen Pneumokokken empfohlen.
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