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Ursachen für Harninkontinenz bei Frauen



Frauen sind häufiger von Harninkontinenz betroffen als Männer. Bei vielen Frauen kommt es nach der Geburt eines Kindes oder auch schon während der Schwangerschaft zur Inkontinenz (Blasenschwäche).

Im Körper von werdenden Müttern verändert sich die Lage der Organe, die Aktivität der Niere erhöht sich und hormonelle Umstellungen beeinflussen die Harnblasenmuskulatur. Daher kommt es nicht selten vor, dass Frauen während der Schwangerschaft eine Inkontinenz entwickeln – meist eine sogenannte „Belastungsinkontinenz“.

Inkontinenz durch geschwächte Beckenbodenmuskulatur

Auch nach einer Geburt leiden viele Frauen an Harninkontinenz – der Hauptgrund dafür ist die geschwächte Beckenbodenmuskulatur, die durch die Geburt in Mitleidenschaft gezogen wurde. Um diese Probleme zu vermeiden, empfiehlt es sich für Schwangere, bereits vor der Geburt einen Kurs zum Beckenbodentraining zu besuchen.

Inkontinenz in den Wechseljahren: Grund dafür ist meist ein Östrogenmangel



Anatomie von weiblichem Unterbauch © ShutterstockAnatomie der Frau
Auch während der Wechseljahre kommt es bei vielen Frauen zu einer Inkontinenz: Grund hierfür ist häufig ein Mangel an dem Hormon Östrogen. Als Folge davon nimmt unter anderem die Durchblutung ab, das Gewebe von Harnblase und Harnleiter verliert an Spannkraft – eine Belastungsinkontinenz entsteht. Eine angeborene Bindegewebsschwäche, von der Frauen häufiger betroffen sind, kann ebenfalls zu einer Belastungsinkontinenz führen.

Viele Frauen berichten auch von einer Reizblase – mit diesem umgangssprachlichen Ausdruck wird die sogenannte „Dranginkontinenz“ bezeichnet. Auslöser dafür können neben psychosomatischen Gründen auch Harnwegsinfekte oder Harnblasensteine sein.
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