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Gutartige Prostatavergrößerung (Prostataadenom)



Die gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostata) wird auch als Benigne Prostatahyperplasie (BPH) oder Prostataadenom bezeichnet. Es handelt sich also nicht um eine bösartige Vergrößerung (Krebs). Die Vergrößerung der Prostata ist beim Mann die häufigste Ursache für Probleme beim Wasserlassen. Die Beschwerden, die durch diese Veränderung der Prostata hervorgerufen werden, werden auch Benignes Prostatasyndrom (BPS) genannt.
Grafik: Einengung der Harnröhre durch  die vergrößerte Prostata
© vitapublic GmbH
Einengung der Harnröhre durch die vergrößerte Prostata
Die Prostata liegt unterhalb der Harnblase und umschließt die Harnröhre. Auf Höhe der Prostata münden auch die Samenleiter in die Harnröhre. Die Prostata ist eine exokrine Drüse, das heißt, sie gibt Sekrete über Ausführungsgänge ab. Sie produziert ein milchiges Sekret, welches den Hauptbestandteil der Samenflüssigkeit ausmacht. Dieses Sekret ist entscheidend für die Beweglichkeit und Ernährung der Samenzellen.

Die normalerweise etwa kastaniengroße Prostata wächst ab dem 30. Lebensjahr langsam, nach dem 50. Lebensjahr schneller. Dies ist wohl als natürlicher, individuell unterschiedlicher Alterungsprozess und nicht als Krankheit einzustufen. Als Ursache wird ein Ungleichgewicht der Sexualhormone (Testosteron, Östrogen) vermutet. Diese Größenzunahme kann aber zur Einengung der Harnröhre mit unterschiedlich ausgeprägten Beschwerden führen. Da in seltenen Fällen auch ein Prostatakrebs vorliegen kann, ist eine zuverlässige Diagnose notwendig.

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