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Glaukom (Grüner Star) – Früherkennungs-/ Vorsorgeuntersuchungen



Was haben Grüner und Grauer Star miteinander zu tun? Gar nichts. Aufgrund ihrer Namensähnlichkeit werden Grüner und Grauer Star oft verwechselt. Doch während beim Grauen Star der Patient die Augenerkrankung aufgrund der zunehmenden Trübung der Augenlinse selbst bemerkt, bleiben Schäden durch ein Glaukom vom Patienten zunächst unerkannt. Nur durch Früherkennungsuntersuchungen beim Augenarzt ist es möglich, ein Glaukom festzustellen, bevor die Sehkraft zu sehr leidet.

Da das Offenwinkelglaukom ab 40 deutlich zunimmt, wird ab diesem Alter, sofern in der Familie keine Vorbelastung für das Glaukom besteht, eine augenärztliche Untersuchung alle drei Jahre empfohlen. Ab einem Alter von 65 Jahren sollte die Glaukom-Früherkennung alle ein bis zwei Jahre durchgeführt werden. Erfolgt die Untersuchung als reine Wunschleistung des Patienten (IGeL = Individuelle Gesundheitsleistung), muss dieser selbst für die Kosten in Höhe von derzeit zirka 20 bis 40 Euro (abhängig vom Umfang) aufkommen. Bestehen irgendwelche Risikofaktoren für die Erkrankung, sollte die Untersuchung mindestens einmal pro Jahr erfolgen.

Sehkraft kann nicht mehr verbessert werden

Eine Therapie beim Glaukom kann sich nur noch auf den Erhalt der noch vorhandenen Sehkraft beschränken, die Sehkraft kann im Gegensatz zum Grauen Star also nicht mehr verbessert werden. Daher: Je später ein Glaukom erkannt wird, desto schlechter ist die Sehkraft, die noch erhalten werden kann.

Unbehandelt führt das Glaukom unweigerlich zur Erblindung. Leider werden Früherkennungsuntersuchungen aber nicht oft genug durchgeführt beziehungsweise nachgefragt, sodass noch immer etwa die Hälfte der Glaukomerkrankungen unerkannt bleibt.

Früherkennung und Vorsorge
Früherkennungsuntersuchungen werden oft auch als Vorsorgeuntersuchungen bezeichnet. Streng genommen ist das falsch. Es gibt vorbeugende („vorsorgende") medizinische Maßnahmen, die Krankheiten vermeiden sollen. Ein Beispiel ist die professionelle Zahnreinigung, die Karies vorbeugen soll. Bei einer Früherkennungsuntersuchung macht sich der behandelnde Arzt dagegen auf die Suche, ob bestimmte Krankheiten bereits im Anfangsstadium vorliegen. Beispiele sind die Darmkrebs-Früherkennung oder der allgemeine Gesundheits-Check-up, auf den Krankenversicherte ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre Anspruch haben.

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