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Glaukom (Grüner Star)



Das Glaukom ist die Sammelbezeichnung für eine Reihe ähnlicher Augenerkrankungen mit Schädigung des Sehnervs und des Gesichtsfelds. Hauptrisikofaktor ist ein individuell zu hoher Augeninnendruck.

Hübsche Frau mit Sommersprossen. © Thinkstock
Sehnerv bei Glaukomerkrankung
© Snoop/CreativeCommons
Die Netzhaut eines Patienten mit Glaukom. Die Erkrankung hat bereits zu einer Veränderung des Sehnervkopfs (heller Fleck) geführt.
Umgangssprachlich wird für das Glaukom auch der Begriff grüner Star verwendet, der allerdings schnell zu Verwechselungen mit dem grauen Star führt und deshalb lieber vermieden werden sollte.
Die Ursachen des grünen Stars sind aber recht vielschichtig, denn nicht alle Menschen mit erhöhtem Augeninnendruck bekommen ein Glaukom. Es gibt auch Glaukomformen, bei denen der Augeninnendruck normal oder selten sogar erniedrigt ist. Nach derzeitigem Kenntnisstand spielt neben anderen Faktoren wie der Höhe des Augeninnendrucks oft eine chronische Durchblutungsstörung des Sehnervs eine wichtige Rolle.

Symptome des Glaukoms: farbige Ringe, Gesichtsfeldausfälle

Als Symptome des Glaukoms können bei hohem Augeninnendruck durch das Aufquellen der Hornhaut farbige Ringe oder Höfe um Lichtquellen herum auftreten. Später kommt es zu fortschreitenden Gesichtsfeldausfällen und im schlimmsten Fall sogar zur Erblindung. Selten erleiden Betroffene einen sogenannten Glaukomanfall mit massiven und akuten Schmerzen.

Ab dem 40. Lebensjahr wird alle drei Jahre eine Früherkennungsuntersuchung beim Augenarzt empfohlen, denn ab diesem Zeitpunkt steigt das Glaukomrisiko altersbedingt an. Bei der Diagnostik eines Glaukoms misst der Augenarzt den Augeninnendruck (Tonometrie), beurteilt den Augenhintergrund und den Sehnerv und prüft das Gesichtsfeld (Perimetrie). Zudem hat er die Möglichkeit, die vordere Augenkammer mit der Spaltlampe zu beurteilen und den Kammerwinkel zu untersuchen (Gonioskopie).

Therapie durch Medikamente oder Operation

Ziel der Therapie des Glaukoms ist es, den Augeninnendruck zu senken. Hierfür stehen Medikamente in Form von Augentropfen zur Verfügung. Diese können jedoch nur wirken, wenn sie richtig angewandt werden. Bei etwa drei bis fünf Prozent der Betroffenen hilft die medikamentöse Behandlung nicht. In diesen Fällen besteht die Möglichkeit, zu operieren. Es können verschiedene Operationen durchgeführt werden – zum Beispiel eine Trabekulektomie, eine Iridektomie, eine Drainageimplantation, zyklodestruktive Operationen oder Laser-Operationen.
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