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Ursachen und Risikofaktoren für Darmkrebs: Lebensstil, Erkrankungen und die Gene



Dass Tabakrauch Krebs verursachen kann und Raucher ein erhöhtes Risiko haben, an Lungenkrebs zu erkranken, ist hinreichend bekannt. Doch wie ist es mit Darmkrebs? Kann hier eine falsche Ernährung die Ursache sein? Die Antwort ist ja. Man geht davon aus, dass etwa ein Drittel der Darmkrebserkrankungen in direktem Zusammenhang mit einer ungesunden und falschen Ernährung stehen. Wer zu viel rotes Fleisch und gesalzene, gepökelte und geräucherte Speisen und zu wenig Ballaststoffe zu sich nimmt, erhöht sein Risiko an Darmkrebs (Kolorektales Karzinom) zu erkranken deutlich. Auch der allgemeine Lebensstil ist von Bedeutung. Denn ein hoher Alkoholkonsum, Übergewicht und Bewegungsmangel gehören ebenfalls zu den Risikofaktoren für Darmkrebs.

Doch eine ungesunde Lebensführung ist natürlich nicht alleinige Ursache. Etwa 30 Prozent der Darmkrebserkrankungen können auf Vererbung zurückgeführt werden. Gendefekte führen zu bestimmten Krankheiten, die wiederum das Risiko für Darmkrebs erhöhen. Zu diesen Krankheiten zählen beispielsweise die familiäre adenomatöse Polypose und das Gardner-Syndrom. Bei beiden Erkrankungen entstehen im gesamten Dickdarm unzählige gutartige Polypen, die jedoch zu Karzinomen entarten können. Weitere Erkrankungen, die durch Gendefekte verursacht werden und das Darmkrebsrisiko erhöhen, sind das Lynch-Syndrom, das Turcot-Syndrom und die familiäre juvenile Polyposis.

Auch Menschen, die an entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa leiden, haben ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs. Besonders wenn die Erkrankungen lange bestehen, entstehen häufig Karzinome im Darm.
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