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Arnika - Arnica Montana

Im Überblick



Arnika ist eine mehrjährige krautige Staude, die bis zu 60cm hoch werden kann. Meistens ist sie aber zwischen 20 und 30cm groß. Am Boden wächst eine Art Rosette aus wenigen eiförmigen Blättern, die behaart sind. Der ebenfalls behaarte Stängel entspringt dieser Blattrosette und trägt meistens ein bis zwei gegenständige Blattpaare. An der Spitze des Stängels und manchmal auch an Nebenstängeln, die den Blattachseln entspringen, sitzen die leuchtend gelben Korbblüten. Die Blüten sehen meistens zerzaust und asymetrisch aus, was ein typisches Erkennungsmerkmal für Arnika ist.
Arnika
Medizinisch verwendet werden die getrockneten Blütenstände bzw. Blütenkörbchen. Seit dem 17. Jahrhundert setzten Heilkundige Arnika als Mittel bei Verletzungen ein. Heute wird Arnika äußerlich in Form von Salben oder Einreibungen bei Schwellungen, Verstauchungen und Prellungen eingesetzt. Außerdem gehört sie zu den klassischen Mitteln der Homöopathie.
Die Pflanze ist geschützt und darf nicht gesammelt werden!

Deutscher Name: Arnika
Botanischer Name: Arnica Montana
Familie: Korbblütengewächse (Asteraceae = Compositae)
Blütezeit: Mai bis August
Herkunft: Auf Gebirgswiesen in ganz Europa und Südrußland.

Anwendungsgebiete

Arnika-Extrakte wirken hemmend auf das Bakterienwachstum, antientzündlich, schmerzstillend und antirheumatisch. Daher werden sie angewandt bei:
  • stumpfen Verletzungen, wie Prellungen, Verstauchungen, Blutergüssen
  • oberflächlichen Venenentzündungen
  • Rheuma
  • Entzündungen im Mund- und Rachenraum
  • Entzündungen nach Insektenstichen

Dosierung und Anwendung

Aufguss für Umschläge:
4 Teelöffel getrocknete Arnikablüten (etwa 2g) werden mit 100ml siedendem Wasser übergossen und nach 10 Minuten abgeseiht. Nach dem Abkühlen für Umschläge verwenden.

Tinktur:
Für einen Umschlage: Tinktur 3- bis 10fach mit Wasser verdünnen
Für Mundspülungen: Tinktur 10fach verdünnen

Salben:
mit max. 20-25% Tinktur
mit max. 15% "Arnika-Öl"

Arnika-Öl:
Auszug aus 1 Teil Droge und 5 Teilen fettem Pflanzenöl

Auszüge aus Arnika finden sich als Zusatz in Haarwässern, Zahncremes und anderen kosmetischen Produkten. Aufgrund des sensibilisierenden Potentials, sollten kosmetische Präparate nicht unkritisch verwendet werden.

Wirkungen

Die Pflanze enthält in allen Teilen Gerbstoffe. Ihre Blüten bieten Flavon und karotinartige Farbstoffe, Cholin und herzwirksame Substanzen. Dazu kommen entzündungshemmendes ätherisches Öl, Kieselsäure und Inulin.

Hinweis

Aufgrund der z.T. toxisch wirkenden Inhaltsstoffe muss von einer innerlichen Anwendung wegen möglicher Herzrhythmusstörungen abgeraten werden. Insbesondere bei längerer Anwendung oder bei entsprechend sensibilisierten Personen können durch Arnika selbst Hautausschläge hervorgerufen werden.