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Sieben Irrtümer über Sonne und Sonnenschutz



Im Wasser und im Schatten droht kein Sonnenbrand und wer sich oft eincremt, kann lange in der Sonne bleiben. So oder ähnlich klingen viele Irrtümer über Sonne und Sonnenschutz. Wir zeigen Ihnen, was wirklich dahintersteckt.

Frau mit Sonnenschirm. © Thinkstock

Irrtum 1: Bräunen im Solarium bereitet die Haut auf die Sommersonne vor.

Das stimmt nicht ganz. In den meisten Solarien entsteht die Bräune durch UV-A-Strahlung. Der Eigenschutz der Haut – die sogenannte Lichtschwiele und die Umwandlung von Pigmentvorstufen in Melanin – entstehen jedoch durch UV-B-Strahlen. Besser geschützt ist also, wer im Frühling langsam und vorsichtig draußen vorbräunt.

Irrtum 2: Kleidung schützt zu 100 Prozent vor Sonnenbrand.

Das kommt auf das Material der Kleidung an. Ein weißes Baumwoll-T-Shirt, das noch dazu nass ist, lässt beispielsweise eine recht große Menge an schädlichen UV-Strahlen durch. Darunter kann man also auch einen Sonnenbrand bekommen. Dennoch gilt: Kleidung ist der beste Schutz. Tragen Sie Kleidungsstücke aus dicht gewebten, künstlichen Stoffen in kräftigen oder dunklen Farben und achten Sie darauf, dass sie nicht nass sind. Besonders für Kinder eignen sich spezielle Textilien mit UV-Schutz.

Irrtum 3: Mehrmaliges Eincremen mit Sonnencreme verlängert die Schutzzeit.

Das ist falsch. Mehrmaliges Eincremen verlängert die Schutzzeit nicht. Wie lange die Haut vor Sonnenschäden geschützt ist, hängt vom Lichtschutzfaktor (LSF) der Sonnencreme und vom Hauttyp ab. Ein Beispiel: Empfindliche Haut rötet sich ohne Schutz schon nach zehn Minuten. Wird ein Sonnenschutzmittel mit LSF 10 aufgetragen, verlängert sich diese Zeit um das 10-fache. Man kann sich also etwa eineinhalb Stunden sonnen. Wer sich mehrfach eincremt, hält diesen Schutz zwar aufrecht, kann aber nicht länger in der Sonne bleiben, ohne Schäden zu riskieren. Tipp: Am besten ist es, schon nach zwei Drittel der Zeit in den Schatten zu wechseln.

Irrtum 4: Wasserfeste Sonnencremes muss man nach dem Baden nicht neu auftragen.

Auch eine wasserfeste Sonnencreme sollte immer wieder neu aufgetragen werden. „Wasserfest“ bedeutet nur, dass die Creme nicht so schnell abgespült wird. Doch auch hier geht der Schutz beim Baden teilweise verloren. Beim Abtrocknen mit einem Handtuch wird das Mittel zusätzlich entfernt. Deshalb ist es auch bei wasserfesten Produkten wichtig, sich nach dem Baden erneut reichlich einzucremen.

Irrtum 5: Im Wasser bekommt man keinen Sonnenbrand.

Diese Annahme ist nicht nur falsch, es gilt sogar das Gegenteil. Wasser reflektiert die Sonnenstrahlen. Ihre Wirkung wird so also noch verstärkt. Außerdem dringen die Strahlen bis zu einem halben Meter unter die Wasseroberfläche. Hinzu kommt: Das Wasser kühlt die Haut, sie überhitzt nicht und Sonnenschäden werden oft erst zu spät erkannt.

Irrtum 6: Im Schatten braucht man keinen Sonnenschutz.

Das stimmt nicht. Auch im Schatten kann man einen Sonnenbrand bekommen. Das gilt insbesondere für empfindliche Menschen mit heller Haut. Denn die Sonnenstrahlen werden vom Wasser, von Gebäuden oder vom Boden reflektiert. Ein Teil der Strahlung gelangt auch durch Sonnenschirme oder Wolken bis zur Haut. Es ist deshalb sinnvoll, sich auch dann einzucremen, wenn man sich im Schatten aufhält.

Irrtum 7: Wer mit Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor eingecremt ist, wird nicht braun.

Das ist ein Mythos. Auch wer Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor verwendet, wird braun. Man bräunt lediglich langsamer und damit auch sanfter. Ein Vorteil: Die so erworbene Bräune hält länger an.
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