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Sehhilfen und Brillen sorgen bei Augenkrankheiten für bessere Sicht



Manche Patienten sind durch Augenkrankheiten so stark in ihrem Alltag beeinträchtigt, dass sie eine vergrößernde Sehhilfe benötigen. Dies gilt insbesondere für ältere Menschen mit altersabhängiger Makuladegeneration. Mit solchen Sehhilfen kann versucht werden, eine gewisse Fähigkeit zum Lesen und auch zum orientierenden Sehen im Alltagsleben wieder herzustellen. Dabei ist es wichtig, für den Betroffenen die richtige Sehhilfe auszuwählen. Hierbei kann eine Beratungsstelle für Sehbehinderte dem Betroffenen mit einer ausführlichen individuellen Beratung sehr gut behilflich sein. Auch einige Augenoptiker haben sich auf dieses Gebiet spezialisiert und besitzen eine gute Ausstattung an vergrößernden Sehhilfen, so dass sie effektiv beraten können. Die Wissenschaftliche Vereinigung für Augenoptik und Optometrie (WVAO) führt entsprechende Schulungen durch und listet diese Optiker als „Anerkannte Fachberater für Sehbehinderte“ auf.

Die Kassen übernehmen meist die Kosten für die Sehhilfe

Vergrößernde Sehhilfen werden normalerweise nach Kostenvoranschlag von den Krankenkassen übernommen, wenn damit die Sehbehinderung in einem wichtigen Lebensbereich (Lesen, Schreiben, Orientierung) ausgeglichen werden kann. Für manche Sehhilfen zahlt die Krankenkasse Festbeträge, so dass der Betroffene die Differenz zum tatsächlichen Preis zuzahlen muss. Für Hilfsmittel müssen Versicherte gemäß der neuen Gesetzesregelung zehn Prozent der Kosten, jedoch maximal zehn Euro zuzahlen.

Zur Verfügung stehen verschiedene Sehhilfen:

  • Die Hand- oder Aufsetzlupe für den Nahbereich dient hauptsächlich dem Lesen und wird dazu direkt auf das Blatt aufgelegt.
  • Mit der Lupenbrille können Betroffene bequem sitzend lesen. Allerdings muss das Blatt dicht vor die Augen gehalten werden.
  • Mit der Fernrohrlupenbrille kann auch in gewohntem Abstand gelesen werden, wobei es etwas schwer sein kann, die entsprechende Stelle ruhig einzustellen. Diese Brille ist deshalb geeignet zum Schreiben oder Notenlesen beim Musizieren.
  • Zu einer besseren Orientierung im Alltag verhilft ein monokulares Fernrohr für mittlere und entfernte Sehaufgaben. Die Betroffenen können mit dieser Sehhilfe zum Beispiel Straßenschilder lesen oder beim Einkaufen die richtige Ware im Regal finden.
  • Bei einem Bildschirmlesegerät wird das Blatt unter ein Objektiv gelegt, das die Schrift vergrößert auf einem Monitor abbildet. Mit dieser Sehhilfe können die Betroffenen auch sehr kleine Schrift wie zum Beispiel in einem Telefonbuch lesen.
  • Bei einem Vorlesegerät (Lese-Sprechsysteme) für sehr stark sehbehinderte Menschen wird der Text eingescannt und dann durch einen Computer mit einer synthetischen Sprache vorgelesen.

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